Bunt, spektakulär und einzigartig: So bringt die Stadt Fürth Farbe ins Dunkel

Jeden Tag radelt Sascha Banck auf dem Weg in ihr Atelier durch die Stadt – auf der Suche nach neuen Fassaden, die sich für eine künstlerische Neugestaltung anbieten. Dabei führt ihr Weg unter anderem an der Fürther Innenstadtbibliothek vorbei, deren Verglasung sie im obersten Stockwerk auf eine ganz besondere Art und Weise in ein leuchtendes Tor der Farben verwandeln wird. So hat Fürth noch nie geleuchtet!

Ganze 21 Gebäude der Fürther Innenstadt werden am 10. November 2018 in einem ganz besonderen Glanz erscheinen. Anlässlich des Festjahres „200 Jahre eigenständig“ bestrahlen Künstler und Künstlerinnen von 18.00 Uhr bis 23.00 Uhr Fürther Wahrzeichen wie den Rathausturm, die Stadthalle, das jüdische Museum oder auch die Geburtshäuser von Henry Kissinger und Ludwig Erhard. Im Wettbewerb durchsetzen konnte sich auch Sascha Banck mit ihrer Illumination der Innenstadtbücherei in der Neuen Mitte.

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Farbenfroh: Ein Ausschnitt des Motivs, das ab 10. November die Glasfassade der Bibliothek schmückt und besonders bei Tageslicht im Inneren zur Geltung kommt.

Wer etwas ganz besonderes sehen will, der muss hinein in die Bibliothek, da die Fensterscheiben mit einem satten Farbmuster beklebt werden. Die ganze Pracht des Kunstwerks wird also erst bei Sonneneinstrahlung sichtbar, wenn ein Meer aus Lichtern in den Innenraum der Bücherei fällt. Die Glasfenster fungieren somit symbolisch als Eintritt in eine neue Welt: Die Welt der Bücher. Bis Weihnachten wird die Installation zu sehen und zu den üblichen Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich sein. Während der Darbietung der „Fürther Glanzlichter“ wird das Kunstwerk zusätzlich von innen heraus beleuchtet und damit als ein ganz besonderer Lichtakzent der Kleeblattstadt erstrahlen.

Ob Gemälde, Kunstwerke aus Draht oder Live-Paintings: Das Repertoire von Sascha Banck ist vielseitig, denn sie wagt auch bisher Ungesehenes. Alle Werke basieren dabei auf einer ähnlichen künstlerischen Idee. Auffallend sind immer ästhetische Aspekte, das Spiel mit Formen, Farben und Querverbindungen zu den Themen Alltagsflucht und Reisen. Letztendlich unterscheide sich nur die Wahl der Mittel, mit denen sie ihre Arbeiten umsetzt, sagt Banck.

Sie studierte von 2002-2008 freie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und ist seit 2009 freischaffend als Künstlerin tätig. Der Stadt Fürth fühlt sich Sascha Banck bis heute sehr verbunden. Neben dem Danner-Preis (2003) und dem Kulturförderpreis der Stadt Fürth (2008), wurde die 38-jährige zudem im Jahr 2015 als Künstlerin des Monats Oktober der Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet.

Wir freuen uns auf Eure Fotos der „Fürther Glanzlichter“ auf Facebook.

Bildmaterial © Sascha Banck

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